Psychische Gesundheit / psychische Belastung

„Ich fühle mich belastet“, sagt man – und meint: „Das will ich nicht!“ Ist Belastung also etwas Schlechtes? Nicht in der Fachwelt. Dort ist eine Belastung wertneutral, für alle Menschen gleich und kann mit Anforderung übersetzt werden. Somit ist eine psychische Belastung notwendig – beispielsweise gegen Langeweile oder für eine Weiterentwicklung. Genauso wie ein Muskel erst durch das Training wächst, ist psychische Belastung wichtig und notwendig für eine gesunde Psyche.

Wenn eine Belastung wertneutral und immer gleich ist, die Menschen jedoch unterschiedlich sind, sollten die Auswirkungen immer anders sein. Das sind sie. Das ist der Grund, weshalb der Ausruf „Teamarbeit!“ bei einer Mitarbeiterin Freude und bei einer anderen Frust auslöst. Allerdings gibt es auch Belastungsfaktoren, die sich bei sehr vielen Menschen negativ aus-wirken. Zeitdruck, Störungen oder ein negatives Arbeitsklima sind Beispiele dafür. Ob solche schlechten Bedingungen bei der Arbeit herrschen, wird in der Gefährdungsbeurteilung geprüft. Falls ja, müssen diese gesundheitsgefährdenden Faktoren abgeschafft oder zumindest verringert werden.

Neben den schädlichen Aspekten der Arbeit wollen wir Ihren Blick aber auch auf deren positiven Eigenschaften lenken. Denn Arbeit kann zum Schutz oder sogar zur Stärkung der Gesundheit beitragen. Beispielsweise indem gesund geführt wird oder indem wertschätzende Kommunikation gelebt wird.

Beratung
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Es gibt keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit! Warum, dazu beraten wir Sie genauso wie zu der Frage, wie Sie die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen und stärken können.

Broschüren und Praxishilfen
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Pilotprojekt: Prüfliste Psychische Belastung als Online-Version

Gefährdungen zu ermitteln ist Pflicht, so will es das Arbeitsschutzgesetz. Das gilt auch für psychische Belastungsfaktoren. Für die Betriebe des Bundes ist die Prüfliste Psychische Belastung der UVB dabei oft das Mittel der Wahl. Bislang gab es den Fragebogen nur in der Papierversion. Jetzt haben Betriebe die Möglichkeit, die Gefährdungsbeurteilung online durchzuführen. Mehr erfahren Sie unter Fachthemen > Gefährdungsbeurteilung > Prüfliste Psychische Belastung online

Was stresst? Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung –
Eine Handlungshilfe, 4. Auflage Mai 2019

Schritt für Schritt: Von der Planung, über die Datenerhebung bis zur Umsetzung von Maßnahmen und deren Evaluation. In der Broschüre erfahren Sie, wie Sie die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung rechtssicher durchführen. Wir stellen ein einfaches, aber zuverlässiges Vorgehen vor, das ohne externe Hilfe auskommt. Zentrales Instrument ist unsere Prüfliste Psychische Belastung, ein Kurzfragebogen, der sich seit Jahren in der Bundesverwaltung und darüber hinaus bewährt hat. Eine saubere Dokumentation der gesamten Gefährdungsbeurteilung mit der „Prüfliste“ können Sie mit unserem Dokumentationsbogen vornehmen.

Bislang gab es die Prüfliste Psychische Belastung nur in der Papierversion.
Jetzt haben Betriebe die Möglichkeit, die Gefährdungsbeurteilung Psychischer Belastung online durchzuführen.

Pilotprojekt Prüfliste Psychische Belastung online

Folgende reale Beispiele geben Ihnen einen Einblick in die Praxis:     
Auswärtiges Amt
Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
Bundessortenamt
Hauptzollamt Hamburg Jonas 
Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
Umweltbundesamt

Praxisordner: Kein Stress mit dem Stress. Lösungen und Tipps für gesundes Führen im öffentlichen Sektor

Wie unterstütze ich als Chefin psychisch belastete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen? Wie kann ich zu viel Stress im Team vorbeugen? Antworten zu diesen und weiteren Fragen finden Sie im Praxisordner „Kein Stress mit dem Stress“. Führungskräfte haben eine Schlüsselrolle inne, wenn es darum geht, ein gutes Arbeitsklima zu schaffen, das Leistung und Motivation bis zum Renteneintritt oder Pensionsantritt erhält und fördert.

Der Praxisordner richtet sich an alle Führungskräfte im öffentlichen Dienst. Er enthält konkrete Hilfestellungen für die tägliche Arbeit und gibt praktische Tipps für ein gesundes Führen.

Die Unfallversicherung Bund und Bahn (UVB) hat zusammen mit der Initiative psyGA (psychische Gesundheit in der Arbeitswelt) und dem deutschen Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) eine überarbeitete Version des psyGA-Praxisordners "Kein Stress mit dem Stress" entwickelt. Im Vergleich zum Vorgänger enthält die neue Version aktualisierte Zahlen, Daten, Fakten und neue Praxisbeispiele.

Den Praxisordner können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Eine Zusammenfassung des Themas „Gesundes Führen im öffentlichen Dienst“ finden Sie in einem Artikel  von Björn Wegner in der Zeitschrift „faktor Arbeitsschutz“ 3/2014 mit dem Titel „Kein Stress mit dem Stress“.

„Psyche, wohin man blickt!“

Die Gesundheit der Beschäftigten ist zu schützen und zu stärken. Die politischen und rechtlichen Hintergründe zu dieser Aussage können Sie in dem Artikel  von Tiana-Christin Schuck und Björn Wegner aus „Der Personalrat“ nachlesen. Darüber hinaus zeigen wir Unterstützungsangebote und Handlungshilfen seitens der UVB auf.

Gefährdungsbeurteilung traumatische Ereignisse – „Prüfliste Psychotrauma“

Ein Psychotrauma ist eine psychische Verletzung, eine seelische Wunde also. Sie kann entstehen, wenn Menschen eine außergewöhnliche Belastungssituation erleben, die ihre psychischen Bewältigungsmöglichkeiten übersteigt. Typische Ereignisse im Arbeitskontext sind beispielsweise Betriebsunfälle, tätliche Übergriffe, Überfälle, Bedrohungen, Verkehrsunfälle, Rettungseinsätze.
Die Prüfliste Psychotrauma hilft dem Arbeitgeber dabei, mögliche Gefährdungen für die Beschäftigten einzuschätzen. Daneben enthält die Liste zahlreiche Lösungsvorschläge – sie bieten Orientierung und Anregung für die Präventionsarbeit.

Die Prüfliste und weitere Informationen finden Sie auf der Seite Traumatische Ereignisse.

Projekte
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Psychische Gesundheit in den Bundesbehörden

Die UVB führte mit 14 obersten und oberen Bundesbehörden Telefoninterviews, um zu klären: Wie schützen und stärken die obersten und oberen Bundesbehörden die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen? Tiefere Informationen und die Ergebnisse der Studie wurden im Gesundheitsförderungsbericht der Bundesregierung veröffentlicht.

 

Gute Praxisbeispiele für mehr psychische Gesundheit

Gutes tun für die psychische Gesundheit – aber wie? Im Bund gibt es viele Betriebe, die sich um die Erhaltung und Förderung der psychischen Gesundheit ihrer Beschäftigten kümmern. 17 Beispiele aus der Bundesverwaltung zeigen, wie es gehen kann. Informieren Sie sich hier.

 

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung im BAFzA

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) führt derzeit eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung durch. Die UVB steht der Behörde dabei beratend zur Seite. Für mehr Informationen klicken Sie hier.

 

Konfliktmanagement im BMVI

Das Bundeministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur baut mit Unterstützung der UVB ein systematisches Konfliktlösungsmanagement auf. Hier finden Sie mehr Informationen.