Versicherungsfälle melden

Unfallanzeige

Wer ein Unternehmen führt ist verpflichtet, Unfälle von Versicherten ihrer Unternehmen beim zuständigen Unfallversicherungsträger anzuzeigen, wenn diese getötet oder so schwer verletzt werden, dass sie mehr als drei Tage arbeitsunfähig sind.  

Bei Unfällen mit besonders schweren Gesundheitsschäden (beispielsweise Schädelfrakturen, Gliedmaßenverlusten oder offenen Frakturen) beziehungsweise tödlichen Unfällen bitten wir Sie, vorab eine Sofortmeldung per Telefon oder Fax an uns zu richten:

Bereich Bund 
Telefon: 04421 407-4007
Fax: 04421 407-1389

Bereich Bahn 
Telefon: 069 47863-0
Fax: 069 47863-2904

Den weiteren Kontakt suchen wir direkt zur versicherten Person und/oder den behandelnden Ärztinnen/Ärzten. Das Sozialgeheimnis erlaubt es uns nicht, Ihnen als Arbeitgeberin/Arbeitgeber Auskunft darüber zu geben, ob ein Versicherungsfall vorliegt.

Unfallanzeigen nach psychisch belastenden Ereignissen
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Sind Versicherte einem Ereignis ausgesetzt, das eine psychische Gesundheitsstörung hervorrufen könnte oder hervorgerufen hat, z. B.

  • Bedrohung des eigenen Lebens oder der körperlichen Unversehrtheit,
  • eigene schwere körperliche Schädigung,
  • absichtliche Verletzung oder Schädigung der Person,
  • direkte Konfrontation mit schwer entstellten, sterbenden oder toten Personen,
  • gewaltsamer oder plötzlicher Verlust einer nahestehenden Person,
  • direkte Beobachtung von Gewalt,

ist ebenso eine Unfallanzeige zu übersenden, damit wir die individuelle Situation bewerten und bei Bedarf eine psychologische Versorgung in die Wege leiten können. 

Wenn kein akuter Behandlungsbedarf besteht, genügt die Dokumentation des Ereignisses mit Angaben der beteiligten Personen sowie Datum, Ort und Zeit, z. B. im Verbandbuch.

Sollte es zu einem späteren Zeitpunkt zu Belastungsreaktionen kommen, kann die Übersendung der Unfallanzeige nachgeholt werden.

Unfallanzeige bei Beamten
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Personen, die in Ausübung ihrer Tätigkeit als Beamte einem Unfall erleiden, unterliegen nicht dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie sind durch Unfallfürsorgevorschriften über ihren Dienstherrn abgesichert. Eine klassische Unfallanzeige wie bei Tarifbeschäftigten ist daher nicht erforderlich. Um ein Präventionsprogramm für alle Beschäftigten zu entwickeln, benötigen wir dennoch Informationen zum Unfallgeschehen. Die persönlichen Daten der Beamten sind hierbei entbehrlich. Bitte übermitteln Sie uns darum die anonymisierten Unfälle mit der Unfallanzeige des Arbeitgebers für Bundesbeamte. Unfälle von Beamten der Bahn melden Sie mit der klassischen Unfallanzeige für Arbeitsunfälle, kennzeichnen diese oben rechts mit einem großen „B“ und senden sie wie bisher an unseren Bereich Bahn in Frankfurt

Anzeige bei Verdacht auf eine Berufskrankheit
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Besteht der ärztlich begründete Verdacht, dass eine Berufskrankheit vorliegt, hat der behandelnde Arzt  die Anzeige zu erstatten. Der Arbeitgeber  hat eine Anzeige zu erstatten, wenn es Anhaltspunkte dafür gibt, dass eine Berufskrankheit vorliegen könnte. Durch den Versicherten kann dies aber auch formlos angezeigt werden.