Mutterschutz

Zum 1. Januar 2018 ist das neue Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium in Kraft getreten, das sich an den Zielen eines modernen Mutterschutzes orientiert.

Mit der Reform des Mutterschutzrechts werden neuere gesundheitswissenschaftliche Erkenntnisse umgesetzt und gesellschaftliche Entwicklungen beim Mutterschutz berücksichtigt. Dadurch wird der Diskriminierung schwangerer und stillender Frauen entscheidend entgegengewirkt. Bestehende Arbeitszeit- und Arbeitsschutzbestimmungen werden berücksichtigt und die besondere Situation schwangerer und stillender Frauen ins Zentrum gerückt.

Die Broschüre „Leitfaden zum Mutterschutz“ informiert Sie ausführlich über Ihre Rechte und Pflichten. Sie enthält im Anhang das seit dem 1. Januar 2018 geltende Mutterschutzgesetz sowie weitere Rechtsquellen. Die Broschüre "Arbeitgeberleitfaden zum Mutterschutz" informiert gezielt die Arbeitgebenden.

Für die Einhaltung des Mutterschutzgesetzes sind die Aufsichtsbehörden der Länder zuständig. Eine Übersicht der zuständigen Aufsichtsbehörden stellt das Bundesfamilienministerium auf ihrer Homepage zur Verfügung.

Das „Familienportal“ des Bundesfamilienministeriums hält viele Informationen zu Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Familiengründung bereit.

Gefährdungsbeurteilung

Schwangere und stillende Frauen bestmöglich schützen - das ist das Ziel einer Regel zum Mutterschutzgesetz, die der Ausschuss für Mutterschutz des Bundesfamilienminsteriums im August 2023 veröffentlichte.

Um die Verantwortlichen zu unterstützen, bietet die Unfallversicherung Bund und Bahn für die Ermittlung der Gefährdungen eine Prüfliste „Mutterschutz“ in ihrer Handlungshilfe zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen an. Anhand dieser Checkliste (Grobanalyse) werden die wichtigsten Gefährdungen bei Beschäftigung von schwangeren und stillenden Frauen überprüft. Die Prüfliste ist der rote Faden, der garantiert, dass Sie bei der Beurteilung der Arbeitsplätze für schwangere und stillende Frauen nichts vergessen. 

Zusätzlich bieten wir Ihnen die ausführliche Dokumentationshilfe Gefährdungsbeurteilung nach Mutterschutzgesetz zur Beurteilung der Tätigkeiten an. Diese Hilfe bietet die Möglichkeit, Gefährdungen durch Gefahrstoffe, Biostoffe, mechanische und physikalische Einwirkungen, Arbeitsverfahren und die Arbeitszeit konkret für jeden Arbeitsplatz einer schwangeren oder stillenden Frau zu ermitteln und gemäß § 14 MuSchuG zu dokumentieren.

Bezüglich der Gefährdungen durch luftgetragene Infektionserreger für schwangere und stillende Mütter hat der Ausschuss für Mutterschutz (AfMu) FAQ zu luftgetragenen Infektionsrregern erarbeitet.