Welche Anforderungen an die Barrierefreiheit und IT-Sicherheitsstandards erfüllt die Handlungshilfe 4.0?
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Unser Auftragnehmer, die ISB AG aus Karlsruhe, hat sich vertraglich verpflichtet, die Handlungshilfe 4.0 gemäß nationaler (Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz – BITV) und internationaler (Web Content Accessibility Guidelines, WCAG, und EN ISO 9294) Anforderungen barrierefrei zu entwickeln.

Darüber hinaus hat sich die ISB AG vertraglich verpflichtet, die in der Dokumentation „Sicherheit von Webanwendungen, Maßnahmenkatalog und Best Practices“ (SiWeb) des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) enthaltenen Empfehlungen uneingeschränkt zu berücksichtigen. Auf dieser Grundlage können Anwender sicher davon ausgehen, dass ihre eigenen Maßnahmen zum IT-Grundschutz gemäß der BSI-Standards 100-1 bis 100-3 durch die Einführung der Handlungshilfe 4.0 nicht beeinträchtigt werden.

Welche Anforderungen an die Softwareergonomie erfüllt das Programm Handlungshilfe 4.0?
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Im Leistungskatalog der Ausschreibung wurden folgende Anforderungen an die Softwareergonomie gestellt:

8.8.4 Benutzerfreundlichkeit/Softwareergonomie
1. Die Anwendung muss benutzerfreundlich und im Sinne des BITV barrierefrei sein.
2. Die Benutzungsoberfläche stellt den unmittelbaren Kontakt zwischen den Benutzern und dem Verfahren Handlungshilfe her. Der Benutzer soll das Anwendungsprogramm schnell durchschauen, intuitiv verstehen, leicht erlernen und auf möglichst gleiche Weise bedienen können. Im Rahmen des benutzerorientierten Gestaltungsprozesses sind daher die Bedürfnisse der Benutzer und organisatorische Erfordernisse schon im Entwicklungsprozess zu berücksichtigen. Daraus ergeben sich folgende Vorteile:
a. Besseres Verständnis und leichtere Benutzung der Fachanwendung, wodurch Schulungs- und Nebenkosten verringert werden,
b. Zufriedenstellung der Benutzer und Verringerung von Unbehagen und Stress,
c. Erhöhung der Produktivität von Benutzern und der Effizienz der Bearbeitung,
d. Verbesserung der Produktqualität.
Hierbei sind geltendes Recht (Bildschirmarbeitsverordnung) und internationale Richtlinien
(EN ISO 9294) zu berücksichtigen.

8.8.5 W3C-Konformität
Die erstellten HTML-Seiten sind W3C-konform zu erstellen.

8.8.6 Austauschformate für Hypertext
Für die Anwendung soll die Hypertext Markup Language (HTML) v4.01 zum Einsatz kommen.
Für die technische Umsetzung des barrierefreien Zugangs durch Web Content Accessibility Guidelines Version 1.0 ist der Einsatz von HTML v4.01 erforderlich. Sind zum Implementierungszeitpunkt die unten aufgeführten Browser als XHTML-fähig anzusehen, so soll alternativ die Extensible Hypertext Markup Language (XHTML) v1.0 verwendet werden.
XHTML ist eine Neuformulierung von HTML 4 in XML 1.0. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger HTML verwendet XHTML die SGML-Teilmenge XML als Sprachgrundlage. XHTMLDokumente entsprechen also den Syntaxregeln von XML. XHTML 1.0 enthält alle Elemente von HTML 4.01, sodass eine Umformung von HTML-4.01-konformen Seiten zu XHTML 1.0 leicht möglich ist.

Die Softwareentwicklungsfirma ISB Institut für Softwareentwicklung und EDV Beratung AG Karlsruhe hat dazu in ihrem Angebot folgende Zusicherungen abgegeben:

Umsetzung der Anforderungen 8.8.1 – 8.8.12
Entsprechend dem Vorgehensmodell werden die in den Unterabschnitten 8.8.1 bis 8.8.12 genannten Anforderungen als zu erreichende Qualitätsziele definiert:

Lauffähigkeit unter einem Java EE Version 5 zertifizierten Applikationsserver
Die Applikationen werden mit einem Applikationsserver JBoss in einer Version entwickelt, die entweder der JEE-5- oder den JEE-6-entspricht.

Betriebssystemneutralität; Verifikation der Lauffähigkeit unter Windows und UNIX/Linux
Betriebssystemneutralität ist Standard bei ISB-Entwicklungsleistungen im Java-Umfeld.
Dies ist auch Kernanforderung in den RK-Projekten für das Auswärtige Amt sowie für die Projekte ASV/ASD für die Kultusministerien Bayerns und Baden-Württembergs. Die Entwickler sind es gewohnt, plattformneutral in Java zu entwickeln. Getestet wird das dann im Rahmen des CI-Verfahrens aber auch während der QS-Phasen auf den dedizierten Zielsystemen.
Zusätzlich wird die Plattformneutralität im Rahmen von Code-Reviews sichergestellt.

Verzicht auf JNI
Im Normalfall kann in den Projekten, also auch in der Handlungshilfe 4.0, auf das Java Nativ Interface (JNI) verzichtet werden. Ist dies in Ausnahmefällen aufgrund spezieller System oder Hardwarenaher Anforderungen nicht möglich, so wird dies im Projekt gesondert behandelt. Die Entscheidung über die technischen Losungsmöglichkeiten wird in der Projektgruppe zusammen mit dem UK-Bund und mit voller Transparenz für die UK-Bund getroffen. Soll doch das JNI eingesetzt werden, so geschieht das unter Einbeziehung der Plattformen Windows und Linux.

Benutzerfreundlichkeit/Softwareergonomie
Die ISB AG hat aus den Projekten (insbesondere beim Auswärtigen Amt) umfangreiche und jahrelange Erfahrung in der Erstellung ergonomischer Oberflächen, die den Spagat zwischen Eingabeeffizienz und geringen Einarbeitungsaufwänden hervorragend meistern.
Insbesondere bei der Handlungshilfe ist es notwendig, die Eingabeaufwände so klein, wie möglich zu halten, damit sich die bestehenden Benutzer schnell wiederfinden. Neue Kunden sollten sich durch ein geführtes Navigationsmodell und logisch aufgebaute Oberflächen schnell zurechtfinden. Dies fördert die Akzeptanz des Systems außerordentlich.

W3C-Konformität
Die W3C-konforme Erstellung von HTML-Seiten ist Standard bei Web-Anwendungen der ISB AG und wird durch Code-Konventionen, automatische Prüfungen und Code-Reviews abgesichert.

Nutzung von HTML v4.01
Die Nutzung von HTML 4.01 und XHTML 1.0 sind Standard bei Web-Anwendungen der ISB AG und wird durch Code-Konventionen, automatische Prüfungen und Code-Reviews abgesichert.

Erfüllung der Standards BSI 100-1 bis 100-3 sowie der Releasesicherheit
Softwareergonomie_Anlage BITV BSI Releasesicherheit

Softwareergonomie_Anlage Barrierefreiheit und Sicherheitsstandards 

Der Virenscanner blockiert die Software. Wie kann man das verhindern?
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Abhängig von der verwendeten Sicherheitssoftware und der jeweils eingestellten Sicherheitsstufe kann es dazu kommen, dass die Datei „handlungshilfe.exe“ als anfällige Schadsoftware identifiziert wird. Bekannt ist dies beispielsweise unter Verwendung von „Kaspersky Endpoint Security für Windows“. Hier wird die Datei „handlungshilfe.exe“ aus dem Installationsverzeichnis heraus gelöscht und in Quarantäne verschoben. Dadurch kann die Handlungshilfe 4.0 nicht mehr gestartet werden.

Um in diesem Fall die Datei wiederherzustellen, muss der Schutz der Virensoftware kurzzeitig angehalten werden. Aus dem Quarantänebereich der Virensoftware heraus kann die Datei „handlungshilfe.exe“ nun wieder hergestellt werden. Danach ist für die „handlungshilfe.exe“ in der Virensoftware eine Ausnahme einzurichten, um die Datei als vertrauenswürdig einzustufen und ein erneutes „Desinfizieren“ zu verhindern. Abschließend ist die Schutzfunktion der Virensoftware wieder zu aktivieren.