
Beurteilung psychischer Belastung
Zeitdruck, wenig Handlungsspielraum oder ein schlechtes kollegiales Miteinander sind Arbeitsbedingungen, die sich negativ auf die Gesundheit von Mitarbeitenden auswirken können. Um dies zu verhindern, ist es seit 2013 Pflicht jeder Arbeitgeberin und eines jeden Arbeitgebers, psychische Belastungsfaktoren im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen. Dabei erleben Betriebe oft auch Überraschungen: Es werden nicht nur Störfaktoren gefunden, sondern auch Aspekte erkannt, die bereits positiv wahrgenommen werden. So entsteht die Chance, vorhandene Ressourcen zu verstetigen und auszubauen. Die psychische Belastung in der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen ist also mehr als gesetzliche Pflicht – sie liefert einen Ausgangspunkt für eine kontinuierliche Organisationsentwicklung, um sich den Herausforderungen der sich stets wandelnden Arbeitswelt erfolgreich zu stellen.
Stress unter der Lupe
Sichere und gesunde Arbeitsgestaltung erfordert einen strukturierten Gesamtprozess. Dieser teilt sich in vier Phasen – Planung, Grobanalyse, Feinanalyse & Maßnahmenableitung sowie Evaluation. Im Rahmen des Gesamtprozesses kommen 22 Fragen mit unterschiedlichen Gefährdungspotentialen zum Einsatz, die die Gestaltungsziele der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) gesunder Arbeit erfassen. Diese können als Befragung oder im Workshop eingesetzt werden und Handlungsfelder sichtbar zu machen, die anschließend vertieft und ggfs. in konkrete Maßnahmen überführt werden. Entscheidend ist: Die Berücksichtigung psychischer Belastung gelingt nur im Rahmen eines durchdachten Prozesses. Unsere praxisnahe Broschüre begleitet Sie dabei Schritt für Schritt.
Online: Betriebe, die bei der UVB versichert sind, können unsere kostenlose online Plattform für den Einsatz der 22 Fragen nutzen. Melden Sie sich dazu gerne an gesundheit@uv-bund-bahn.de.

Papier: Falls in Ihrem Betrieb Tätigkeitsgruppen vorhanden sind, die nur schwer oder gar nicht an einer online Befragung teilnehmen können, haben Sie die Möglichkeit, die 22 Fragen als Papierversion einzusetzen und mit unserer Auswertehilfe selbst auszuwerten.
Stress unter der Lupe: 22 Fragen Grundlagenpräsentation
Prozess mit 22 Fragen oder der MOLA-Pozess – Welches Verfahren eignet sich besser für meinen Betrieb? Eine Entscheidungshilfe
Beurteilung psychischer Belastung bei der DB AG
Informationen zu den Verfahren und Instrumenten der Deutschen Bahn AG finden Sie auf der Seite Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung bei der DB AG.
Wir bieten Ihnen folgende Seminare zum Thema an: